Endometriose Awareness Month: Alles was du über Endometriose wissen musst

Der März ist der internationale Endometriose Awareness Month, und wir bei HER ONE möchten auf diese häufige, aber oft unerkannte chronische Frauenkrankheit aufmerksam machen. Die Reise von den ersten Symptomen der Endometriose über die Diagnose bis zur Behandlung ist für viele Betroffene langwierig und schwierig.

Endometriose verstehen: Definition und Verbreitung

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt – beispielsweise im Bauchraum, Darm oder Bauchfell. Diese sogenannten Endometrioseherde können starke Periodenschmerzen und weitere Beschwerden verursachen.

Wie viele Frauen sind von Endometriose betroffen?

  • Etwa 8-15% aller Frauen und Mädchen leiden an Endometriose

  • In Deutschland sind rund 2 Millionen Menschen betroffen

  • Weltweit schätzt die WHO etwa 190 Millionen Betroffene

  • Jährlich werden in Deutschland bis zu 40.000 neue Fälle diagnostiziert

Endometriose ist damit die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung – dennoch dauert es im Durchschnitt 7 Jahre bis zur korrekten Diagnose.

HER ONE “PMS Podcast”: Leben mit Endometriose – Interview mit Emily Knafl

Unsere Gründerin Chanyu Xu hat einen aufschlussreichen Podcast mit der Content Creatorin Emily Knafl aufgenommen, die offen über ihre Erfahrungen mit Endometriose spricht. Emily teilt auf Instagram mutig ihre persönliche Geschichte und hilft damit, Stigmata abzubauen.

🎧 Höre dir unseren Podcast "So lebt es sich mit einer chronischen Krankheit" an – verfügbar auf allen Podcast-Plattformen. Emily gibt wertvolle Einblicke und praktische Tipps für den Alltag mit Endometriose.

Hinweis: Emily spricht ausschließlich über ihre individuellen Erfahrungen. Dies ersetzt keinesfalls einen ärztlichen Rat bei Verdacht auf Endometriose.


Endometriose Hilfe: Wie du Betroffene unterstützen kannst
5 praktische Tipps für Angehörige und Freunde

  1. Zeige Verständnis: Menschen mit chronischen Erkrankungen müssen oft spontan absagen, sind häufig müde oder frustriert. Wenn Pläne kurzfristig abgesagt werden, liegt es meistens an akuten Schmerzschüben.

  2. Frag regelmäßig nach: Auch wenn es der x-te Arzttermin ist oder längere Zeit keine Kommunikation stattfindet – ein einfaches "Wie geht's dir mit deiner Endometriose?" kann viel bedeuten.

  3. Vermeide ungebetene Ratschläge: Sätze wie "Hast du schon mal die Pille probiert?" oder "Eine Schwangerschaft hilft bestimmt" sind nicht hilfreich. Frage stattdessen: "Wie kann ich dich bei deiner Endometriose-Behandlung unterstützen?"

  4. Informiere dich über den Gender Health Gap: Frauen werden bei Schmerzerkrankungen wie Endometriose oft unzureichend diagnostiziert und behandelt. Wissenschaftliche Studien [2] belegen dieses Problem im Gesundheitswesen.

  5. Ermutige zum Arztbesuch: Wenn jemand in deinem Umfeld unter starken Menstruationsbeschwerden leidet - auch außerhalb der Periode - motiviere diese Person behutsam, einen auf Endometriose spezialisierten Gynäkologen aufzusuchen. (Disclaimer: Nicht jede Menstruationsbeschwerde bedeutet automatisch Endometriose, auch wenn Endometriose die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung ist.)[3]


Fazit: Gemeinsam Endometriose-Bewusstsein stärken

Der Endometriose Awareness Month bietet eine wertvolle Gelegenheit, mehr über diese Erkrankung zu lernen und das Bewusstsein zu stärken. Bei HER ONE setzen wir uns für mehr Aufklärung und Verständnis ein. Jede:r kann durch Gespräche, Unterstützung und Weitergabe von Informationen dazu beitragen, dass Endometriose nicht länger im Schatten bleibt.

Weitere Informationen zu Endometriose

Du suchst weitere Informationen oder Hilfe bei Endometriose-Symptomen? Folge uns auf Instagram [@her.one.official] für regelmäßige Updates, Erfahrungsberichte und Expertentipps zum Thema Frauengesundheit.


Quellen: 

[1] Robert-Koch-Institut (Hrsg.) (2020). Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland. Berlin. 74–76.

[2] Galea L, Parekh RS. Ending the neglect of women’s health in research. BMJ. 2023;381:1303. doi:10.1136/bmj.p1303. Accessed September 24, 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37308180/.

[3] Liselotte Mettler, A. Schmutzler; In: Klaus Diedrich, Wolfgang Holzgreve, Walter Jonat, Askan Schultze-Mosgau, Klaus-Theo M. Schneider: Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer Verlag, 2006, ISBN 3-540-32867-X.

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